Glaube

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

compass_klDas Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als „Apostolisches“ Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Grossen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

" Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen. "


Unsere Glaubensüberzeugungen!

Die Bibel als Gottes Wort. Die Bibel ist das inspirierte Wort Gottes, durch welches er Seinen Willen offenbarte. Der neue Bund, wie er im Neuen Testament festgehalten wurde, ist höchste Autorität in Bezug auf Lebensweise und Lehre der Christenheit. (2. Tim. 3,15-17; 1. Thess. 2,13; 1. Pet. 1,23-25; 2. Pet. 1,21)

Die wahre Gottheit. Es gibt nur eine wahre Gottheit, vollkommen und ewiglich, offenbart als Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. (1. Mo. 1,1; Mat. 28,19)

Die Gottheit Jesu Christi. Der Herr Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes, die zweite Person der Gottheit. Er wurde Mensch, durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria empfangen und geboren. Er starb am Kreuz als Opfer für die Sünde der ganzen Menschheit, wurde körperlich von den Toten auferweckt und ist aufgefahren in den Himmel, wo er zur Rechten des Vaters sitzt als unser Hoherpriester, Fürsprecher und Herr. (Mat. 1,23; Joh. 1,1+14; Jes. 9,5-6)

Errettung durch Glauben. Die Errettung des Menschen beruht einzig und allein auf der Gnade Gottes, die nur durch Glauben an das Erlösungswerk Jesu Christi für den Menschen wirksam wird, nicht durch Werke seiner eigenen Kraft. (Eph. 2,8-9; Röm. 3,24; 10,8-10)

Die neue Geburt in Christus. Die geistliche Erneuerung (neue Geburt) durch den Heiligen Geist ist unumgänglich für die persönliche Errettung. (Joh. 3,3-5; 2. Kor. 5,17)
Das ewige Gericht. Die Erretteten werden zum ewigen Leben, die Verlorenen jedoch zur ewigen Verdammnis im Feuersee auferstehen. (Off. 19,20; 20,11-15; Heb. 9,26-28)

Die Gemeinde - Der Leib Christi. Die wahre Gemeinde (Kirche) besteht aus allen gläubigen Christen, die von neuem geboren sind (siehe Punkt 5), unabhängig von der konfessionellen Herkunft und Zugehörigkeit. Durch die neue Geburt werden die Gläubigen in Christus zu einem Leib vereint, in welchem jedes Glied eine wesentliche Funktion erfüllt. Jesus Christus ist Herr und das Haupt der Gemeinde. (Eph. 1,22-23; Heb. 12,2)

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist gemäss der Apostelgeschichte 2,4 ist eine von der neuen Geburt getrennte Erfahrung. Jeder Gläubige hat ein Anrecht darauf. Sie rüstet ihn mit der nötigen göttlichen Kraft für sein Leben und seinen Dienst aus. Die biblische Folgeerscheinung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist die Zungenrede. (Apg. 1,8; 2,4; 2,38-39; 19,1-7; Mat. 3,11; Joh. 14,16-17)

Die Gerechtigkeit des Gläubigen. Der von neuem geborene Christ wurde durch das Blut Jesu von seinen Sünden gereinigt und zur Gerechtigkeit Gottes in Christus Jesus erklärt. Er kann nun ohne Schuld und Minderwertigkeit in ehrfurchtsvoller Haltung, mit Freimütigkeit vor Gott treten. (2. Kor. 5,21; Eph. 4,24; Heb. 4,16; 1. Joh. 1,7-9)

Die Vollmacht des Gläubigen. Der Gläubige erhält Vollmacht im Namen Jesus die Werke Gottes zu vollbringen. Der Gläubige ist berufen seinem Mitmenschen in der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen. (Mark. 16,17; Luk. 10,19; Röm. 5,17; 1. Pet. 5,8-9; 1. Joh. 4,4)

Wohlergehen für den ganzen Menschen. Es ist der Wille Gottes, dass der ganze Mensch - Geist, Seele und Leib - gesegnet ist. Jesus Christus hat jeden Menschen von Armut, Krankheit und Sünde freigekauft. (Diese Tatsache schliesst Anfechtung nicht aus!) (Mat. 6,33; Joh. 10,10; Röm. 8,32; Gal. 3,13; Eph. 1,3; Phil. 4,19; 1. Pet. 2,24; 3. Joh. 2)

Der biblische Glaube. Die Verheissungen des Wortes Gottes, die sich auf das Erlösungswerk Jesu stützen (siehe Punkt 11), werden aus Gottes Hand der Gnade, durch den persönlichen Glauben in Anspruch genommen. (Mark. 11,24; Joh. 15,7; 2. Kor. 1,20; 1. Joh. 5,14-15)