«Und dies werden wir tun, wenn Gott es erlaubt.» Hebräer 6,3
Lässt er es zu oder führt er es aus?
Im Alten Testament gibt es viele Verben, die in den meisten deutschen Bibeln in der ausführenden Form übersetzt werden. Aber im Original stehen diese Verben in der zulassenden Form. Lasst uns zur Verdeutlichung einige dieser Stellen lesen. In Jesaja 45,7 zum Beispiel heißt es: „... der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel. Ich bin der HERR, der solches alles tut“ (LUT). Schafft Gott das Übel? Nein. Wenn Du die Bibel gut genug kennst, dann weißt Du, dass sie das nicht lehrt. Aber sagt dieser Vers denn nicht, dass es so ist? Wenn Gott das Übel schafft, dann würde Gott dadurch selbst zum Feind werden. Die Bibel lehrt, dass der Feind, der Teufel, für alles Übel verantwortlich ist. Gott mag das Übel zulassen, aber es ist unmöglich, dass er es aktiv hervorbringt. Und wenn Du verstehst, wie Dr. Young bemerkt, dass das Verb in der zulassenden Form steht, nicht in der ausführenden, dann ist das auch vom sprachlichen Standpunkt her völlig klar.
In Amos 3,6 heißt es: „Wird etwa in der Stadt das Horn geblasen, und das Volk erschrickt nicht? Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht bewirkt?“ Auch hier wieder: Wenn Gott Unglück bewirkt, dann darf er die Reaktion der Menschen darauf nicht verurteilen. Aber Gott bewirkt kein Unglück!
In diesem Vers heisst es: „Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt und der HERR hat es nicht bewirkt?“ Ist in Deiner Stadt schon einmal ein Unglück geschehen? Ist jemand unschuldig zu Tode gekommen? Hat jemand eine Tankstelle überfallen? Gewiss. Ist Gott dafür verantwortlich? Dieser Vers scheint zu sagen, dass es so ist. Aber Du weißt, dass das nicht stimmen kann, weil Gott es nicht selbst getan hat und auch niemandenbeauftragt hat, es zu tun. Er hat niemanden beauftragt, einen Laden auszurauben oder ein Haus anzuzünden. Gott ist nicht für das Unglück verantwortlich. Er lässt das Unglück nur zu. Es ist ein großer Unterschied, ob er es zulässt oder ob er es ausführt.
Bekenntnis: Gott schafft kein Unglück. Er lässt es nur zu. Weil ich einen freien Willen habe, kann ich mich entscheiden, Gott zu gehorchen oder Gott zu widerstehen. Ich entscheide mich, Gott zu folgen und so in den Genuss seiner vielen Segnungen zu kommen.
Auszug aus dem Buch «Heilung durch Gottes Wort» von Kenneth E. Hagin auch als E-Book erhältlich.
8. Auflage 2015
© 2005 Alle Rechte der deutschen Ausgabe:
Zoe Evangelistische Vereinigung Badenerstrasse 808, 8048 Zürich